Meine Learnings aus der Abiturvorbereitung

Jetzt wo auch endlich hier in Baden-Württemberg aufgrund des Corona-Virus alle Schulen und Kitas geschlossen sind, wird für uns Abiturienten, Selbstorganisation unglaublich wichtig, nahezu essentiell. Da ich eine Person bin, die lieber auf Nummer sicher geht, habe ich bereits Ende Februar mit dem Lernen fürs Abitur angefangen und wollte mit euch deshalb in diesem Beitrag meine bisherigen Erkenntnisse und Tipps teilen.

Um ehrlich zu sein, war ich Anfangs mit der Menge des Stoffes und den Themen etwas überfordert – Wo soll ich anfangen ? Wo soll ich aufhören ? Natürlich ist das abhängig von eurem Leistungskurs – ich gehe in Englisch, Deutsch, Biologie und Mathe ins Abitur und lerne eigentlich so richtig nur für die zwei zuletzt genannten aber vor allem für Biologie.

  1. Bring Ordnung in die Sache

Dieser Tipp hat mir enorm geholfen einen guten Überblick über die zu lernenden Inhalte zu bekommen. Mithilfe eines Abi-Zusammenfassungs-Buch habe ich mir den Stoff in Themen und Unterkategorien aufgeteilt und sortiert.

2. Zeit ist alles

Nachdem ich das Ausmaß jedes Themenbereiches grob abschätzen konnte, habe ich angefangen mir einen Zeitplan zu erstellen. Hierbei habe ich jeden Sonntag als Wiederholungstag markiert, der mir helfen soll das gelernte zu festigen und zu erkennen – Wo sind noch Lücken ? Was sollte ich mir nochmal genauer anschauen ? Wichtig ist bei so einem Zeitplan aber, dass ihr euch nicht zu viel vornimmt, sondern wirklich nur grob plant und dann eben schaut, wie ihr voran kommt.

3. Collagen statt Zusammenfassungen

Ich war noch nie ein großer Fan von Zusammenfassungen und bin es auch immer noch nicht. Deshalb mache ich mir z.B. fürs Biologie Abi keinen Zusammenfassungsordner, sondern hänge mir wichtige Dinge wie Definitionen, Abbildungen und Diagramme usw. themengeordnet in meinem Zimmer auf. Denn immer wenn ich dann auf etwas schaue, so beginne ich direkt damit, den Prozess zu erklären und wiederhole den Stoff so regelmäßig.

4. Lernen ist gut – üben aber genauso wichtig

Denn selbst wenn man die Entstehung eines Aktionspotentials lückenlos erklären kann, ist noch längst kein 15P Abitur prophezeit. (Ich weiß, das hört sich an als hätte ich das Abi schon hinter mir, aber so ist es nunmal 🙂 ) Denn der Großteil des Abiturs besteht aus Transferaufgaben, also Aufgaben in denen du dein Wissen auf etwas übertragen musst. Deshalb muss man unbedingt üben, sein Wissen anzuwenden.

Ich hoffe, dass die Tipps euch helfen konnten ! An alle, die dieses Jahr ihr Abitur schreiben : Viel Motivation und natürlich Erfolg in euren (hoffentlich nicht verschobenen) Abi-Klausuren !

Abitur, was dann ? – Zukunftspläne und Berufsfindung

Auch wenn ich es selbst noch nicht fassen kann, werde ich dieses Jahr mein Abitur machen. Das Abitur ist der höchste Schulabschluss in Deutschland und damit die Grundlage für die Zukunft vieler Jugendlichen. Denn egal wie gut das Abitur letztendlich ist – entscheidend ist, was man als Einzelner daraus macht. Diese Entscheidung ist eine der größten Entscheidungen des Lebens. Man baut sich ein eigenständiges Leben auf, möchte natürlich glücklich sein, seine Leidenschaften ausleben und dabei genügend Geld verdienen.

Dass diese Entscheidung nicht einfach ist, ist kein Geheimnis. Denn man muss seine vielen Wünsche und Vorstellungen mit den Möglichkeiten, die man hat, abwägen.

Auch mir fiel die Entscheidung, was ich nach dem Abi machen möchte, nicht leicht.

Was ich aber wusste ist, dass ich dual studieren möchte und dass ich im späteren Leben ein Beruf ausführen möchte ,der , wenn auch nur im weitesten Sinne, etwas mit Mode zu tun hat.

Warum ein Duales Studium?

Zum einen finde ich die praxisnahe Arbeit sehr vorteilhaft, da so der Einstieg in das spätere Berufsleben meistens erleichtert wird. Zudem bin ich davon überzeugt, dass ein duales Studium weitaus abwechslungsreicher ist, da man das gelernte auch gleich anwenden kann. Hinzu kommt natürlich der finanzielle Aspekt. Neben diesen Vorteil ist mir jedoch bewusst, dass ein Duales Studium auch sehr anstrengend ist und man weniger Freiheiten hat als bei einem gewöhnlichen Studium. Aber ich glaube letztendlich war es genau das, was mich gereizt hat. Eine Herausforderung, die mich höchstwahrscheinlich bis an meine Grenzen oder auch darüber hinaus bringt.

Um jetzt meinen Studiengang zu finden habe ich mir zuerst meine Stärken und Schwächen sowie meine Interessen herausgeschrieben. Diesen Schritt halte ich für essenziell. Denn mit der Selbstreflektion kommt man sich selbst und seiner Berufsfindung ein Stück näher.

Das simple Brainstorming war für mich persönlich viel hilfreicher als der Besuch von Berufsmessen oder Internet Tests, was vielleicht daran lag das ich von Anfang an eine gewisse Vorstellung hatte. Ebenso hilfreich war das Gespräch mit meiner Familie und Freunden und deren Einschätzung und Ideen. Empfehlenswert ist zudem ein Beratungsgespräch bei der Bundesagentur für Arbeit sowie die Studiengangsuche des Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg . Und nicht zu vernachlässigen ist außerdem der Besuch von Studientagen oder das absolvieren verschiedene Praktika im Interessenfeld, das auch später bei der Bewerbung ein Vorteil mit sich bringen kann.

Nach Wochen langem Suchen im Internet ,bin ich dann auf das gestoßen, nachdem ich lange gesucht hatte. Einen Studiengang, der meine beiden größten Interessen, Mode und Wirtschaft, miteinander verbindet : Fashion Management / BWL Handel mit dem Schwerpunkt Textilmanagement.

Was umfasst das Studium „Fashion Management“ ?

Auf diese Frage kann ich nur mit meinem Wissen aus dem Internet antworten, da ich logischerweise erst im Herbst diesen Jahres anfangen werde zu studieren.

Im Grunde genommen, ist das Fashion Management Studium nichts anderes als die Betriebswirtschaftslehre mit der Besonderheit dass man Fachwissen über das Thema Mode erlangt. Neben den BWL Themengebieten wie Unternehmensführung, Marketing und Controlling beschäftigt man sich also zum Beispiel auch mit Materialkunde, Brand-Management und Modedesign. Diesen Studiengang werde ich an der DHBW Ravensburg und in einem Unternehmen, das ich schon seit meiner Kindheit bewundere und somit auch mein Wunschunternehmen war, studieren.

Bevor ich aber letztendlich an meinen Studienplatz gekommen bin, habe ich neben zwei Zusagen auch viele Absagen erhalten. Lasst also nicht den Kopf hängen falls es anfangs nicht klappt – Durchhaltevermögen ist hier ganz wichtig, ebenso wie bei der Internetrecherche !

Außerdem wichtig zu erwähnen ist, das wenn ihr einen Berufswunsch habt, es nicht zwingend einen bestimmten Studiengang geben muss um diesen ausführen zu können , denn bekanntlich führen ja alle Wege nach Rom.

Ich persönlich kann nur sagen, dass ich mich auf das neue Kapitel und die damit verbundenen Herausforderungen und Veränderungen freue, aber genauso viel Respekt davor habe.

Wenn ihr noch Tipps zur Berufsfindung habt, teils sie gerne in den Kommentaren !

Ich wünsche allen diesjährigen Abiturienten viel Erfolg und hoffe ihr werdet eurer Ausbildung oder euren Studiengang finden !